Ansprechpartner Ski alpin: Lubomir Cierny

Schneetelefon:
St. Andreasberg: 0 55 82/18 56
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Beim alpinen Skirennen (kurz Ski Alpin) befahren die Rennläufer einen durch Tore abgesteckten Kurs auf einer Skipiste. Ski alpin (auch Skifahren genannt) ist neben Langlauf, Skispringen, Nordischer Kombination, Freestyle und Snowboard eine olympische Ski-Disziplin. Die Wertung erfolgt durch Zeitmessung der Fahrt des einzelnen Rennläufers, bei der alle Tore vom Start bis ins Ziel korrekt durchfahren werden müssen. Wettkämpfe werden in neun verschiedenen Wettbewerben ausgetragen, die sich nach Kurssetzung, Toranzahl und -abstand, Streckenlänge, Höhenunterschied und Wertungsmodus unterscheiden. Typische Disziplinen und Wettbewerbe sind Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G und die Alpine Kombination.

Ski Nordisch ist ein Sammelbegriff für die in Skandinavien entstandenen Skisportarten:

  • Skilanglauf
  • Skispringen
  • Nordische Kombination, der Kombination aus Skisprung und Langlauf.

Seit 1924 werden Weltmeisterschaften in den nordischen Disziplinen durchgeführt.
Mit dem nordischen Skisport verwandt, aber nicht dazu zählend ist Biathlon.

In den letzten Jahren passierten immer wieder schlimme Lawinenunglücke in den Alpen.
Sorglosigkeit und Leichtsinn waren meistens der Grund. Bevor man sich also den ultimativen Kick im Neuschnee abseits der gesicherten Pisten holt, sollte man lieber zweimal nachdenken, bevor man die Piste verlässt!
Das Problem ist, dass die Lawinengefahr immer unsichtbar ist!!!
Informierenkann man sich vorher an der Talstation oder über Telefon bei den regionalen Lawinenwarndiensten über die vorherrschende Lawinenwarnstufe.
Die meisten Unfälle passieren übrigens schon bei Lawinenwarnstufe 3!!!

Die Lawinenskala ist in allen Alpenländern einheitlich.

Sie gliedert sich in fünf Stufen:

  • Stufe 1: „Gering“, allgemein sichere Tourenverhältnisse.
  • Stufe 2:
    „Mäßig“, unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen (z.B.
    nordseitige Mulden und Windschattenhänge) günstige Tourenverhältnisse.
  • Stufe 3: „Erheblich“, Skitouren erfordern lawinenkundliches Beurteilungsvermögen; die Tourenmöglichkeiten sind eingeschränkt.
  • Stufe 4: „Groß“, Skitouren erfordern großes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen; die Tourenmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.
  • Stufe 5: „Sehr groß“, Skitouren sind allgemein nicht möglich.

Carving ist eine neue Skitechnik. Der Carver-Ski lässt die klassische Fahrmethode jedoch zu. Das erklärt vermutlich, dass in den Sportgeschäften fast nur noch Carver-Ski angeboten werden.

Der große Vorteil des Carving ist, dass es leicht zu erlernen ist. Anfänger, ebenso Kinder kommen mit der neuen Technik gut zurecht, weil der Ski auf die Bewegungen reagiert, die der Anfänger instinktiv und ganz natürlich macht (Kurveninnenlage/Oberkörper zum Hang).

Schwer tun sich die sportlichen bis sehr guten Skifahrer, die die Technik mit Gegenschulter und Fersenschub über Jahrzehnte geübt und perfektioniert haben. Diese Technik wirkt dem Vergnügen auf Carving-Ski diametral entgegen. Plötzlich ist weniger mehr. Arbeiten, drücken, driften und gegendrehen lassen dem Carver keine Chance seine Qualitäten zu entfalten.

Ich kann mich noch gut an eine letzte Skifreizeit erinnern, als die Könner die mitgebrachten Test-Carver ausprobierten und sich hinterher fragend anschauten: „Ja und, war das alles?“ Zum Carven braucht man eine andere Technik und der Könner braucht Disziplin, lang gewohnte Bewegungen nicht mehr zu praktizieren.

Technik:

Carven ist das Ausnutzen der eingebauten Steuerautomatik bedingt durch die Ski-Seitenform (vorn und hinten breiter, Taillierung in der Mitte). Die Kante entwickelt ihren eigenen Zug, schneidet (to carve = schneiden) ihre Spur und reagiert blitzschnell auf geringste Steuerimpulse.

 

Kurven gleiten

(Carver-Ski): Belastungswechsel – Aufkanten – Abwarten (bis der Ski selbst dreht).

 

Kurven driften

(Klass. Ski) Entlastung – Skidrehen – Belastung – Kanten und Ski mit Muskelkraft drehen (Fersendrift).

Schwung:

Falllinie – Vorlage – Aufkanten (Knie leicht zum Hang drehen); die Schaufel beginnt aus der Fallinie einen runden Schwung zu schneiden.

 

Außenhüfte und Schulter schieben mit in die Kurve (Rotation); die Kanten drücken stärker in den Schnee und der Carver schneidet in seiner vorgegebenen Kurve (starke Taillierung) die Spur.

 

Dosieren der Innenlage; nicht zu früh nach innen legen, sonst gerät man auf den Bergski und verschneidet.

 

Sich vom Ski in die Kurve ziehen lassen, Geduld haben und die Kantenaktivität abwarten.

 

Wenn man in der Vorlage und auf der Kante bleibt, kann man mit Druckgeben die Steuerung intensivieren. Der Schwung wird ausgefahren, den Hang wieder hoch bis nichts mehr geht, erst dann steuert man die nächste Kurve an.

Es gibt viele Parallelen zu anderen Sportarten mit Kurveninnenlage. Die größten Verwandtschaften liegen beim Inlinie-Skating und Snowborden, auch der Motorradfahrer legt sich in die Kurve.

Typische Carver-Spur (Der Wellencarver):

Typische Carver-Spur (Der Wellencarver)

Der Carver fährt dank seiner Taillierung von selbst die Kurve

  • wenn der Fahrer vorne bleibt (Kniedruck nach vorn),
  • wenn er nicht wegsteigt oder rutscht, bzw. sonstwie den Druck auf den Kanten verliert.

Beim Fun-Carven wird die Kurvengeschwindigkeit höher (nicht die absolute Geschwindigkeit), da die Kurve kleiner wird. Der Kurvendruck wird höher (Fliehkraft) und gräbt die Kanten tiefer in den Schnee. Die Kurvenlage wird extremer bis hin zum Schneekontakt mit den Händen oder sogar der Hüfte. Hier fährt man dann ohne Stöcke und ist dem Snowborden am nächsten. Beim Fun-Carven sind extreme Schwünge möglich, wie das „Alpha-Carven“ (360er). Hierbei carvt man mit extremen Schwungwinkel den Hang hoch und zieht über den Berg, nicht übers Tal, in die nächste Kurve.

Vorteile:

  • Leichtes Ändern der Richtung
  • Kantengriff auf harter Piste/Eis
  • Erhöhter Fahrspaß schon bei niedrigem Tempo
  • Gute Eignung für Tiefschnee durch breite Schaufel
  • Schnelles Erlernen
  • Ermüdungsfreies Fahren über Stundenp

Nachteil:

  • Schussfahren ist schwieriger, Laufunruhe

Der Ski: Carver-Ski sind an der Schaufel und am Ende 5 bis 20 mm breiter als der klassische Ski und in der Mitte schmal (Taillierung). Die Taillierung bestimmt die Größe des Kurvenradius der ohne zusätzliche Aktionen des Skifahrers gefahren werden kann. Der Carver-Ski wird 10 bis 30 cm kürzer gefahren als der klassische Ski.

Carver Ski „Übersichtstabelle“

Skibezeichnung

empf. Länge bezogen auf die Körpergröße

Ski

Voraussetzung

Fahrtempo

Radius

 

bis 1,75 m

ab 1,75 m

    

Easy

160 – 170 cm

170 – 180 cm

stärkere Tallierung kürzer, sehr wendig

Anfänger

langsam

15 – 25 m

Allround (Softcarver)

170 – 180 cm

180 – 190 cm

schwächere Taillierung lässt klass. Ski-Technik ohne Nachteile zu

paralleles Schwingen

mittel bis hoch

15 – 25 m

Race

180 – 190 cm

190 – 200 cm

schwächere Tallierung
länger, Laufruhe

Renntechnik

hoch

20 – 26 m

Fun (Extremcarving)

bis 160 cm

bis 170 cm

extreme Tallierung kürzer, Kurvenkräfte erleben

paralleles Schwingen

mittel bis hoch

10 – 18 m

Kinder

Skilänge = Körpergröße minus 10 cm (Vorschulalter bis minus 20 cm) Fortgeschrittene: Skilänge = Körpergröße

 

Der Schuh: Ein spezieller Schuh ist nicht nötig. „Heckeinstiegsmodelle“ eignen sich nicht so gut, denn der Schaft sollte nach vorne gut beweglich sein. Ein nur leicht wachsender Widerstand wäre ideal. Wer einen neuen Schuh braucht, kann auf die neuen Carver-Schuhe umsteigen.

Der Stock: Länge wie bisher.
Nicht mehr zwingend erforderlich ist jedoch eine wichtige Gleichgewichts- und Rhythmushilfe. Unterstützt die Hochbewegung in Steilpassagen, Engstellen und im Tiefschnee.

Kinder: Kids-Carver sind für Kinder aller Könnerstufen eine große Erleichterung. Kinder haben eine erst schwach ausgeprägte Muskulatur. Bislang mussten die Ski mit Muskelkraft der Beine, Oberkörperaktionen und Hüftrotation gedreht werden, das führte schnell zu Ermüdung und daraus folgender Lustlosigkeit. Der Carver-Ski kommt der natürlichen Fahrweise der Kinder sehr entgegen. Leichtes Aufkanten, Kurveninnenlage, aufrechte Haltung und die Kurve gelingt => schnelle Erfolgserlebnisse, viel Spaß.
Der Schaft der Schuhe sollte aufrecht (gerade) sein und eine gute Beweglichkeit nach vorn haben. Ständige Vorlage ermüdet und führt zur Rückenlage.
Die Skilänge ist wichtig (s. Tabelle).

Na, habt Ihr Lust bekommen es mal zu probieren? – Ich auch! –